Ein Kontrastprogramm der besonderen Härte bietet diese Seite:


„Der Prüfstein für eine erstrangige Intelligenz ist die Fähigkeit
2 entgegengesetzte Ideen zugleich im Kopf zu haben
und doch weiter zu funktionieren.“

F. Scott Fitzgerald zitiert von Tom Peters in
“Das Tom Peters Seminar” Cassette 3 Seite 2.
www.tompeters.com

Die Wahrheit bei Karl Popper:

Poppers Orginalstimme (mp3, ca 240 KB)
aus Gespräch Karl Popper (damals 85 Jahre alt) mit Volker Friedrich 4. Juli 1987

Das Gesamte Gespräch ist auf CD 3 von:

Im Kontrast dazu:

 

 

Die 4 Weisungen der Göttin Aletheia von Martin Heidegger

Die 4 Weisungen der Göttin Aletheia „Wahrheit“:

1. Das „Unverborgene“
Sie besagt die „Unverborgenheit“, das Unverborgene, aber auch in Bezug auf das Nicht – verbergende, Nicht – verhehlende die „Unverhohlenheit“ – die Entbergung. (Seite 49)


2. Das Streithafte der Un-verborgenheit:
„Wahrheit“ ist niemals „an sich“, von selbst vorhanden, sondern erstritten. (Seite 25)

Das streithafte Wesen der Wahrheit ist uns und dem abendländischen Denken seit langer Zeit schon fremd. „Die Wahrheit“ gilt im Gegenteil als das, was jenseits alles Streites ist und daher das Streitlose bleiben soll. (Seite 26)


3. Die Wahrheit als Unfalschheit:
Wenn für die Griechen das Gegenwesen zur Unverborgenheit die Falschheit und demnach die Wahrheit Unfalschheit ist, dann muss die Verborgenheit von der Falschheit her bestimmt werden. ( Lethe, Pseudos, falsum, Unrichtigkeit, Falschheit)

4. Das Offene und das Freie der Lichtung des Seins, Die Göttin „Wahrheit“

Im Wesen der Unverborgenheit waltet das Offene (Seite 208)

Das Licht, als die Helle verstanden, gewährt erst die Möglichkeit des Anblicks und damit die Möglichkeit des begegnenden sowohl als auch des erfassenden Blickens. Das Erblicken ist ein Akt des Sehens. Das Sehen ist das Vermögen des Auges. Damit scheinen wir dann auf den „Punkt“ zu stoßen, von dem aus sich überhaupt erklärt, weshalb für die Griechen die Wahrheit das Wesen der Aleteia hat, d.h. jetzt das Wesen des Lichten und Offenen.

Die Griechen waren, wie man sagt, „Augenmenschen“. Sie erfassten die „Welt“ vornehmlich vom „Auge“ her und achteten deshalb „naturgemäß“ auf das Blicken und den Anblick.

Dazu mussten sie dann das Licht und die Helle bedenken.

Vom Lichten und Hellen und Durchsichtigen (diaphanes) des Lichtes ist nur ein Schritt zur Lichtung und zum Gelichteten, und d.h. eben zum Offenen und damit zum Unverborgenen als dem Wesenhaften.

Beachten wir die Tatsche, dass die Griechen „Augenmenschen“ waren, und denken wir die Unverborgenheit als Offeneheit und Lichtung, dann wird der Wesensvorrang der Aletheia überanllhin mit einem Schlag „verständlich“. Der Hinweis auf den Grundzug des Offenen im Wesen der Aletheia bringt uns auf die Bahn der „natürlichsten Erklärung“ der Aletheia. (Seite 215)

Quelle: Heidegger Gesamtausgabe Band 54 „Parmenides“

Fotos: Mindelheimer Klettersteig 22.8.2002