Ein unüberbrückbarer Graben trennt:

Das „rechnende Denken“


Martin Heidegger Gesamtausgabe Band 55 „ Der Anfang des Abendländischen Denkens – Heraklit – „ Seite 146

und das „wesentliche Denken“

 

Wie die Pupille sich erweitert, wenn das Auge ins Dunkle blickt, so erweitert – und vertieft – sich mein Selbst, wenn ich von der Tageshelle des Handelns mich abwende und fragenden Auges in den dunklen Grund meines Seins blicke.
Ludwig Binswanger – „Grundformen und Erkenntnis menschlichen Daseins – Seite 478


(Die Begriffe „gewöhnlich“ und „wesentlich“ sind Begriffe der Daseinsanalyse und dürfen nicht wertend verstanden werden.)

Wie können wir von einer Art des Denkens in die andere wechseln?:

Auszug aus Martin Heidegger Vortrag „Was heißt Denken ?“ (mp3, ca. 1 MB)
Bairischer Rundfunk Mai 1952

Zur Veranschaulichung:

Der Mensch in der Psychiatrie – Ludwig Binswanger Seite 13:
„Wenn mein Thema nun aber lautet „Der Mensch in der Psychiatrie“, so soll damit von vornherein zum Ausdruck gebracht werden, das der Grund und Boden, auf dem die Psychiatrie als eigenständige Wissenschaft Wurzeln zu schlagen vermag, weder die Anatomie und Physiologie des Gehirns noch die Biologie ist, weder die Psychologie, Charakterologie und Typologie überhaupt noch auch die Wissenschaft von der „Person“ , sondern – „der Mensch“. Weiterer Text

Eine kurze Einführung in diese Thematik:

Naturwissenschaft und Phänomenologie – von Ludwig Binswanger

Einführung in die Phänomenologie - von Ludwig Binswanger