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Die Glücksformel

Ein Buch geht dem Geheimnnis des Glücks auf den Grund.
Es gehört zu den innigsten Wünschen eines jeden Menschen, alle suchen danach und erkennen es oft erst dann, wenn es bereits Vergangenheit ist: das Glück.

Was ist es, wonach wir alle streben, was macht uns glücklich? In seinem Buch "Die Glücksformel" machte sich der Wissenschaftsjournalist Stefan Klein auf die Spuren der positiven Lebensenergien und landete prompt einen Bestseller. Seine Botschaft: Glück kann man lernen.

Liebe = Glück?
Singles sollten die Taschentücher bereit halten: Die glücklichsten Menschen leben in stabilen Beziehungen oder sind zumindest festes Mitglied einer sozialen Gruppe. Das ist eines der Forschungsergebnisse, auf denen Kleins Buch "Die Glücksformel" basiert. Der Hauptunterschied zu den Personen, die auf dem Fragebogen das Kästchen "unglücklich" angekreuzt haben: Glückliche Menschen verbringen weniger Zeit am Tag allein. Glückliche Menschen sind darüber hinaus klüger, aufmerksamer, netter, gesünder und sogar kreativer, das legen zumindest die Forschungsergebnisse dar. Grund genug also, vor allem für düster gestimmte Seelen, sich mit dem Phänomen "Glück" zu beschäftigen.

Wünsche sind unersättlich
Ein schönes Haus, ein schickes Auto, ein attraktiver Partner, Geld, Einkommen, Status .... nein, das reicht bekanntlich nicht zum Glücklichsein. Äußerliche Faktoren dieser Art machen angeblich weniger als zehn Prozent auf der Glücksskala aus. "Es ist eine große Illusion, zu glauben, man könne durch Veränderung der äußeren Lebensumstände - besseres Essen, eine schönere Wohnung, mehr Geld - so etwas wie eine dauerhafte Zufriedenheit erreichen. Das Glück ist vorübergehend, danach taucht das nächste Ziel auf", so Klein in einem Interview. "Froh zu sein bedarf es wenig ..." singt ja bekanntlich auch der Volksmund.

Trägheit macht unglücklich
Und, wer's noch nicht weiß: Die vielbesungene Hängematte, in der man die Seele baumeln und alle Viere von sich strecken kann, beschert auf Dauer auch keine guten Gefühle. Im Gegenteil: Trägheit macht unglücklich. Abschied nehmen heißt es auch von einem vertrauten Ratschlag vieler Gefühlspezialisten, möglichst oft gehörig "Dampf abzulassen". Im Gegenteil, so heißt es im Buch, Tränen und Wutanfälle sind oftmals keine Heilmittel, sondern verstärken negative Empfindungen. Wer ausrastest läuft Gefahr, seinen Zorn zu steigern, und wer seinen Tränen freien Lauf lässt, wird nicht selten immer tiefer in die Depression getrieben. Autor Klein rät stattdessen dazu, sich abzulenken und auf keinen Fall in Selbstmitleid zu versinken. Bewegung und Aktion heißen die Zaubermittel, die die Lebensquelle sprudeln lassen.

Neugierde und Selbstdisziplin
Glücklich ist, wer Ziele hat und sich mit voller Kraft dafür engagiert, diese zu erreichen. Wer ständig an sich arbeitet, sein Gehirn und seinen Körper fit hält und vor allem: nicht auf andere schielt. Wer in sich selber ruht und offene Augen für die schönen Dinge des Alltags hat: der Duft eines Croissants auf dem Frühstückstisch z.B., die Musik eines Geigenspielers in der U-Bahn, das Lächeln eines Unbekannten auf der Straße, kurzum die "Blümelein am Wegesrand".

"Glück kann man lernen"
... lautet die Botschaft von Stefan Klein. Er ist davon überzeugt, dass man das Glücksvermögen trainieren kann. Und zwar indem man gezielt Situationen schafft, in denen man Glück empfindet. Wenn diese Situationen bewusst erlebt werden, soll sich das Gehirn verändern können und mit der Zeit empfänglicher für Glücksmomente werden. Denn in unseren Köpfen, in unserer linken Gehirnhälfte, sind eigene Schaltungen für Freude, Begeisterung und Leidenschaft installiert - und die können wir beeinflussen. Auch im Gehirn eines Erwachsenen entstehen ständig neue Gehirnzellen, und die Verschaltung der Neuronen ändert sich laufend. Wenn wir oft und intensiv Fröhlichkeit oder Heiterkeit empfinden, dann führt das dazu, dass unser Gehirn dafür sensibilisiert wird und immer schneller und intensiver diese Gefühle auslöst.

Neues aus der Hirnforschung
Wer also bei Sucht oder Depressionen allein die Genetik vorschiebt: zählt nicht! Die Programmierung ist zwar falsch, aber die Verdrahtung im Kopf kann man ändern. "Die Glücksformel" gibt viele neue Einsichten in die Hirnforschung, belegt sind die Thesen durch Studien und Tierexperimente. aspekte begibt sich auf eine Abenteuerexkursion ins Gehirn und spricht mit Stefan Klein über Möglichkeiten, die Launen des eigenen Körpers zu überlisten.

Die Glücksformel. Oder Wie die guten Gefühle entstehen.
von Stefan Klein
Rowohlt, Reinbek 2002
320 Seiten, 19,90 Euro

Quelle:
www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,2015055,00.html